16. September

SUPERZELLEN in Ostbayern

vorlaufend einer Kaltfront deuteten ab dem Nachmittag des 16.09.2026 in nochmals sommerlich warmer Luftmasse einige Modelle eine isoliertere Entwicklung entlang der A94 Richtung Braunau am Inn an und später nochmals mehrere organisierte Zellen südlich versetzt Richtung Chiemgau. Da neben den paar 100 Joule CAPE auch mit annähern der Kaltfront eine zumindest brauchbare Scherung zu erwarten war, versuchte ich nochmals mein Glück mit einem überregionalen Chasing.

Früh ging es los Richtung Ingolstadt. Wie sich herausstellte trotzdem etwas zu spät, da die erste Entwicklung östlich München bei Poing bereits durchgezündet hat. Es war ein Kampf über die Autobahnen und München vor die Zelle zu kommen. Erst zwischen Altötting und Braunau am Inn hatte ich es geschafft und erreichte die Zelle wohl optisch zu ihrem Höhepunkt auf deutscher Seite bei Marktl. Für September schon absolut brauchbar und bereits mehr als ich erwartet hätte. Das dies nur die zweitbeste Struktur an diesem Tage werden würde habe ich zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht gedacht.

Genau über mir machte die Zelle einen neuen Zyklus und wurde schnell unfotogener. Ich wollte nicht noch weiter nach Osten fahren und spekulierte auf die Zellen später im Chiemgau. Außerdem war dieses Szenario mittlerweile plausibel, da sich im Müncher Raum und südlich davon zu dieser Zeit 2 neue kräftige Zellen entwickelten. Die nördliche davon sah verdächtig organisiert aus und scherte stark nach Osten. Allerdings erkannte man mit der Zeit wie die Südliche stärker wurde und auch besser positioniert zum Zustrom lag. Leider musste es dann sehr schnell gehen, da ich zunächst die Nördlichere angepeilt habe, in deren Zugbahn ich nur etwas nach Süden fahren müssen hätte. In diesem Fall erkannte ich schnell, dass man mindestens bis Höhe Trostberg fahren muss, um eine brauchbare Position vor dem Aufwind zu haben. Schon von Weitem war der Organisationsgrad der Zelle deutlich erkennbar.

Etwas näher wurden die Strukturen immer beeindruckender.

Zwischen Trostberg und Traunreut bei Palling fand ich einen guten Standort und hatte Blick auf die grandiosen Strukturen, dieser mittlerweile wohl HP Superzelle. Die Optik war wieder einmal genial und für Mitte September durchaus als Seltenheit in Deutschland einzustufen.